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Bentley T-1
Beschreibung der Bentley T- Serie
Die Bentley T-Series war das Schwestermodell des Rolls-Royce Silver Shadow. Es wurde als viertürige Limousine oder als zweitüriges Coupe mit Karosserien von James Young und Mulliner Park Ward zum Verkauf angeboten.
Der Bentley wurde von dem Rolls-Royce durch seinen einfacheren und leichteren Frontgrill unterschieden. Der andere Punkt war der unterschiedliche Kaufpreis. Im Oktober 1966 wurde die Bentley T1 Limousine vor Steuern zum "Listenpreis" von GBP 5.375 angeboten dieses sind 50 GBP weniger als der Rolls-Royce Silver Shadow. Der Bentley war also minimal günstiger, galt aber stets als die sportliche Variante.
Der Bentley T 1 war ein eineiiger Zwilling des Rolls-Royce Silver Shadow der Hauptgrund des Kaufes war meistens ein wenig Understatement.
Die aktualisierte Version Bentley T2 unterschied sich durch die Vorgestellte Zahnstangenlenkung, verbesserte Klimaanlagen, Gummi-Stoßstangen Vorne und & Hinten, eine neue Faszie und eine Frontschürze, ähnlich wie die Rolls-Royce Silver Shadow II.
Der Bentley T1 wurde von 1965 bis 1977 hergestellt und der Bentley T2 von 1977 bis 1980.
Karosserieversionen
Der T1 wurde als Limousine und vorübergehend auch als Coupé und Cabriolet angeboten; den weiterentwickelten T2 gab es hingegen nur als Limousine mit unterschiedlichen Radständen.
Limousine mit langem Radstand
T1 und T2 wurden als "Saloon" und mit verlängertem Radstand als "Limousine" angeboten. Diese Modelle, T1 LWB (Long Wheel Base) und T2 LWB, waren jeweils baugleich mit den entsprechenden Rolls-Royce Modellen Silver Shadow I LWB und Silver Wraith II (der Rolls-Royce Silver Shadow II mit langem Radstand hatte den eigenen Namen Silver Wraith II). Bei der Limousine war der Radstand um 10 cm verlängert; diese Verlängerung kam dem hinteren Passagierabteil zugute. Entsprechend waren die hinteren Türen bei den LWB-Fahrzeugen um 10 cm länger; außerdem erhielten die LWB die Radzierkappen der höheren Baureihen Corniche und Camargue. Die LWB-Fahrzeuge waren mit Trennscheibe zwischen hinterem Passagierabteil und Fahrerabteil lieferbar; in diesem Fall entfielen die hinteren seitlichen Schminkspiegel in den C-Säulen zugunsten der Zwangsentlüftung. Während Rolls-Royce Silver Shadow I LWB und Silver Wraith II üblicherweise mit Everflex-Dach und damit auch mit einer verkleinerten Heckscheibe geliefert wurden, wurden die Bentley T1 LWB und T2 LWB meist ohne Everflex-Dach und daher mit normaler Heckscheibe geliefert. Es handelte sich dabei jedoch nur um Empfehlungen von Rolls-Royce; es gibt auch jeweils umgekehrt gestaltete Fahrzeuge
T Coupé
Auf der Basis des Bentley T gab es im Laufe der Zeit drei verschiedene Zweitürer mit geschlossenem Aufbau:
James Young Two Door Saloon
Die erste zweitürige Version des Bentley T1 entwarf das selbständige britische Karosseriewerk James Young Coachworks. Das traditionsreiche Unternehmen, das in früheren Jahren zahlreiche Sonderaufbauten für Rolls-Royce- und Bentley-Chassis konstruiert hatte, ließ den Radstand, die Technik und die Struktur des werksseitigen Aufbaus grundsätzlich unverändert; das galt auch für die rückwärtige Dachlinie. Schließlich behielt James Young auch die gerade verlaufende Gürtellinie des Limousinenaufbaus bei. Statt der jeweils vier Seitentüren fügte das Karosseriewerk lediglich je eine längere Tür auf der Fahrer- und Beifahrerseite ein. Der James Young-Aufbau wurde als Two Door Saloon bezeichnet. Insgesamt entsprach er eher eine zweitürige Limousine als ein Coupé; die Linien wurden mitunter als streng empfunden. Zwischen 1966 und 1967 stellte James Young 15 zweitürige Fahrzeuge auf der Basis des Bentley T-Modells her. 35 weitere, abgesehen vom Kühlergrill identische Zweitürer entstanden auf der Basis des Rolls-Royce Silver Shadow. Die zweitürigen Versionen des T-Modells und des Silver Shadow waren die letzten Sonderkarosserien von James Young; das Werk wurde 1967 geschlossen.
Mulliner Park Ward Coupé
Nachdem James Young seine zweitürige Version des T-Modells vorgestellt hatte, präsentierte Bentley ein eigenes Coupé mit einer von Bill Allen entworfenen Karosserie. Der Aufbau war im Heckbereich eigenständig. Das Coupé zeigte deutlich geschwungene Linien über der Hinterachse und eine leicht abfallende Heckpartie. Die Karosserie des Werkscoupés wurde bei Mulliner Park Ward hergestellt, einem traditionsreichen britischen Karosseriebauunternehmen, das seit einigen Jahren zu Rolls-Royce gehörte. Das Werkscoupé - und sein Pendant bei Rolls-Royce - blieb lange im Programm. Anfänglich wurde es unter dem Namen Bentley T verkauft. Von 1971 bis zum dem Produktionsende 1982 trug es - ebenso wie die baugleiche Rolls-Royce-Version - die Bezeichnung Corniche.+
Cabriolet
Von der Karosserie des Werkscoupés wurde ein viersitziges Cabriolet abgeleitet, das anfänglich Bentley T Drophead Coupé hieß und später als Corniche (1971 bis 1983) bzw. Continental (ab 1984) verkauft wurde.
Produktionszahlen Bentley T1
1703 Bentley T1 (1965-1977)
9 Bentley T1 LWB (1971-1976)
114 Bentley T1 Coupé (1966-1971) durch 15 von James Young
41 Bentley T1 Cabriolet (1967-1971)
1 Bentley T1 Pininfarina Coupé (1968)
1852 insgesamt an Bentley T1
Produktionszahlen Bentley T2
558 Bentley T2 (1977-1980)
10 Bentley T2 LWB (1977-1980)
568 insgesamt an Bentley T2
optische und technische Unterschiede zwischen Rolls-Royce Silver I / II Shadow und Bentley T1 / 2
Kühlergrill
Dem Betrachter der beiden Wagen wird direkt der anders gestaltete Kühlergrill auffallen. Der Rolls-Royce Silver Shadow ist durch seinen tempelhaften Kühlergrill eher sehr auffällig und aufdringlich gestaltet. Der Bentley wurde sogar mit lackierter Kühlergrill ab Werk angeboten, dieses macht einen Bentley T1 oder T2 noch dezenter und unaufälliger.
Die Ersatzteilpreise sind für einen gebrauchten Bentley T1 Kühlergrill deutlich geringer und haben sich um die 500 Euro eingependelt, während die Rolls-Royce Kühlergrille sehr viel höher angeboten werden
